Sanfte Berührungen lösen Verspannungen

Die Craniosacral-Therapie ist ein Teilgebiet der Osteopathie. Vom amerikanischen Arzt John E Upledger in der heutigen Form entwickelt, fand sie seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schnell eine große Schar an Anhängern. Bei der craniosacralen Behandlung werden mit sanftesten Berührungen alle Strukturen des Körpers entlang der Wirbelsäule vom Becken bis zum Schädel entspannt. So kann die vom Schädel bis zum Steißbein zirkulierende Rückenmarksflüssigkeit wieder frei fliessen, der Mensch kommt "in seine Energie" zurück. 

Die craniosacrale Behandlung arbeitet unter anderem auch an der Beckenboden-Muskulatur, dem Zwerchfell, dem Atlaswirbel, dem Kiefergelenk und den Schädelknochen. Hier werden Verspannungen aufgespürt und gelockert. Bekannt ist die Craniosacral-Therapie bei Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenschmerzen, Folgen von Zähneknirschen, aber auch emotionalen Anspannungen. Auch in der Lerntherapie und zur Konzentrationsförderung wird sie bei passender Indikation immer häufiger eingesetzt.

Die Berührungen sind sanft und nebenwirkungsfrei, so dass sie auch bei Schwangeren und Kindern zur Entspannung eingesetzt werden können. Auch Sportler, die nach Sportverletzungen und Stürzen an dauerhaften Schmerzen oder Verspannungen leiden (Prellung des Steißbein, Schlag ins Gesicht/an den Schädel) obwohl die Verletzung abgeheilt ist, können ebenfalls von dieser Harmonisierung und Lockerung profitieren.